Der Elektronikhersteller Medion, welcher seine Geräte vorrangig für Aldi produziert, wird wahrscheinlich von dem chinesischen Unternehmen Lenovo aufgekauft. Die ersten Gespräche haben die jeweiligen Firmenvorsitzenden schon hinter sich. Laut dem Finanzvorstand von Medion, Christian Eigen, wurde am Mittwoch ein erster Vertrag unterzeichnet, in welchem die Firma Lenovo versichert, dass die Standorte und Belegschaft bei einer Übernahme erhalten bleiben. Somit kann das Werk in Essen auch nach einer Übernahme noch weiter arbeiten, zudem müssen sich die derzeitigen Mitarbeiter keine Gedanken um ihre Arbeitsplätze machen.
Lenovo entspricht den Anforderungen

Logo von Lenovo
Medion sei selber auf die Suche nach einem geeigneten Partner gegangen und habe dabei die Firma Lenovo als geeigneten Käufer empfunden. „Uns ist es wichtig, dass Medion so erhalten bleibt – in seiner Struktur, mit dem Service und Vertrieb“ so Christian Eigen. Da Lenovo dies garantiert, sei das Management einverstanden mit dem Deal.
Ersten Angaben zufolge zahlt Lenovo insgesamt etwa 692 Millionen Euro für die Fusion. Darin sind die Kosten für den Aufkauf der Aktien eingerechnet. Den Aktionären von Medion bietet Lenovo 13 Euro pro Aktie, wenn diese verkauft werden. Ein großer Posten des Geldes gehe an die Mediongründer, welche einen Großteil der Aktien besitzen. Mit diesem Aufkauf einer europäischen Firma möchte das asiatische Unternehmen Lenovo in Europa Fuß fassen und deren Absatz erhöhen. Sollte dieser Aufkauf gelingen, hat Lenovo einen Marktanteil von 14 Prozent im deutschen Computermarkt.

Juni 20th, 2011
Redaktion
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